24.08.2010

22. August MURTER

Unsere Position: N43Grad49,468Min O15Grad,35,244Min
Wir ankern auf 5 Meter Wassertiefe.

Die Einwohner von Murter sind dafür bekannt, dass sie mit ihren kleinen Booten auch bei stürmischer See in den Kornaten unterwegs sind. Geht es doch darum, im Spätherbst die Olivenernte heim zu bringen. Früher sind nicht alle immer gut heimgekehrt. Dank der heutigen guten Wetterprognosen hat sich diese Situation wesentlich verbessert.

Murter ist einbetriebsames Städtchen. Der Ort hat sich trotz dem vielen Tourismus seine Ursprünglichkeit bewahrt.

Bei uns hat sich folgender Brauch eingebürgert:

Wir kaufen beim Bäcker Salzstangerln oder Kipferl und frühstücken in einem einfachen Kaffeehaus, wo die Einheimischen verkehren. Für den Abend haben wir am Hafen ein kleines Restaurant gefunden, wo noch lokale Speisen zubereitet werden.

Wir nützen immer die Gelegenheit, unser Schiff zu betanken, weil in Murter die Tankwarte höflich und fachkundig sind.

Thema Tanken:

Das ist deswegen ein spezielles Kapitel, weil es fast immer an der Tankstelle Warteschlangen gibt.

Die Erschwernisse sind: Hitze, Strömung, begrenzter Raum, ungeduldige Kapitäne samt Crew. Es gibt immer welche, die versuchen, sich vorzudrängen, dann gibts Rempeleien. Die Schiffe können ja nicht wie ein Auto geparkt werden, sondern müssen vor der Tankstelle kreisen. Somit ist immer alles in Bewegung und jeder versucht, sich in eine günstige Position zu bringen.


Beim längsseits Anlegen ist es wichtig, dass die Breitseite des Schiffes gut gefendert ist und der Tankwart die Leinen zum Festmachen korrekt übernimmt. In Nerezine bin ich bei so einem Anlegemanöver mit der Breitseite an die Stegkante gekracht. Zum Glück nur eine Schramme und kein Loch ! Der Steg war zu kurz, plötzlicher Schwell durch ein zu schnell vorbeifahrendes Schiff und ein unerfahrener Tankwart.

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